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Methoden zur Entscheidungsfindung

Diese Methoden eignen sich zur Entscheidungsfindung in der Projektmethode. Zurück zu Methoden.

… zur Disskussion

Diskussionsmarkt

Es werden Ecken mit den verschiedenen Vorschlägen gebildet. Jeder kann nun dorthin gehen, wo er diskutieren möchte. Öfter den Ort wechseln und viele verschiedene Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartner suchen![1]

Kugellagerdiskussion

Hier mussjeder mitdiskutieren. Diese Methode geht nur in einer Gruppe mit Anzahl Mitglieder. Es wird ein Innenkreis und ein Außenkreis gebildet, so dass jeder ein direktes Gegenüberhat. Nun sollen diese beiden — wie alle Paare — fünf bis zehn Minuten zu den Themenvorschlägen diskutieren. Nach dieser Zeit rutscht der Innenkreis im Uhrzeigersinn einen Stuhl weiter und das Ganze wiederholt sich. Je nach Zeit und Laune kannst du das mehrmals wiederholen.

Wenn die Meinungen sich festgefressen haben und man sich im Kreis dreht, ist eine Mauschelpause, in der alle, die noch einmal ohne die große Gruppe ungezwungen reden wollen, sich vielleicht eine Meinung bilden können Zeitlimit festsetzen![1]

Kuhhandel

Jeder preist seine Idee an und versucht, sie dem anderen schmackhaft zu machen, in dem er Anreize schafft.[1]

Rollentausch

Jeder übernimmt für eine gewisse Zeit die Position der anderen Gruppe Idee.[1]

Stimmengewirr

Alle gehen durch den Raum. Jeder kann mit jedem/jeder sprechen, wild durcheinander, und soll sich mit möglichst vielen austauschen.[1]

Fischbowl

(oder Fishpool, Fischbecken)

Je ein oder zwei Vertreter je Thema sitzen in der Mitte in einem Innenkreis und diskutieren mit einem Gesprächsleiter die Themen. Die anderen sitzen im Außenkreis und hören zu.

Die Vertreter im Innenkreis können wechseln.

Eine Variation ist, dass noch ein Stuhl im Innenkreis leer bleibt. Wenn jemand aus dem Außenkreis etwas sagen möchte, so kann er sich für kurze Zeit auf den freien Stuhl setzen und muss anschließend in den Außenkreis zurückgehen.

Für beide Varianten gilt: Im Außenkreis muss es ruhig sein, damit alle zuhören können, und es wird sowohl eine Gesprächsleitung im Innenkreis wie auch eine Zeitvereinbarung benötigt.[1]

… schriftlich diskutieren

Schreibdiskussion

Etwa vier Leute sitzen um ein Plakat, auf dem ein Themenvorschlag steht. Sie schreiben ihre Argumente für bzw. gegen dieses Thema auf das Plakat, lassen sich gegenseitig anregen - ohne zu sprechen.[1]

Meinungszettel

Jeder schreibt zu jedem Themenvorschlag die eigene Meinung, die eigenen Argumente auf je ein Blatt Papier. Die Meinungspapiere werden dann den Themen zugeordnet aufgehängt und gemeinsam gelesen.[1]

Pro-/Contra-Plakat

Zu jedem Themenvorschlag wird ein Plakat mit folgenden Spalten gemacht:

Pro / Contra / das fehlt mir noch

Die Plakate werden im Raum verteilt und jeder kann in die einzelnen Spalten die eigene Meinung eintragen. Anschließend werden die Plakate aufgehängt und gemeinsam gelesen.[1]

… in kleinen Gruppen

Kleingruppenberatung

Die Themen werden in den Kleingruppen beraten, und Lösungs- bzw. Kompromissvorschläge werden erarbeitet.[1]

Lawinengespräch

Zu Beginn teilt sich die Gruppe in Paare auf. Diese Paare sollen sich in einem festgelegten Zeitraum über die Themen austauschen und um einen Konsens bemühen. Nach der Zeit sucht sich jedes Paar ein Weiteres und diskutiert zu viert, anschließend zu acht und so weiter... Dabei soll im Vordergrund stehen, einen Konsens zu finden.[1]

Methode 66

Sechs Personen diskutieren sechs Minuten lang über die Themen (oder fünf Personen fünf Minuten lang ...)[1]

... die ein Meinungsbild ergeben

Blitzlicht

Jeder in der Runde benennt kurz seinen bzw. ihren Standpunkt.[1]

Negativauslese

Dafür müssen alle Vorschläge für Projekte auf einem großen Plakat stehen oder ihr habt für jeden Vorschlag einen kleinen Zettel. Jeder soll sich überlegen, welche zwei Vorschläge ihm am wichtigsten sind und diese nennen (Alternativ kann auch mit Klebepunkten gepunktet werden.). Es kristallisiert sich schnell heraus, welche Vorschläge am beliebtesten sind und welche gar nicht oder nur selten genannt werden. Nun können die am wenigsten beziehungsweise gar nicht genannten Vorschläge gestrichen werden. Wo ihr hier die Grenze zieht, müsst ihr in der Gruppe besprechen.[2]

Punktevergabe

Jeder kann zwei (oder drei) Punkte (Klebepunkte oder aufgemalte Punkte) auf die Themenvorschläge vergeben, die auf Plakate geschrieben sind. Es ist möglich, alle Punkte für ein Thema zu geben oder die Punkte zu splitten, je nach Meinungsbild.[1]

Räumliches Standbild

Nähe und Distanz zu den einzelnen Themen wird durch räumlichen Abstand ausgedrückt:

Wenn ich sehr an dem Thema interessiert bin, stelle ich mich nah an das entsprechende Plakat. Wen ich gar nicht interessiert bin, weit weg.[1]

… Sonstiges

Pause

Wenn sich schon alle die Köpfe heiß geredet haben und die Diskussion stockt, kann eine Pause sehr sinnvoll sein. Eventuell ergeben sich in den Gesprächen wie beim Kaffee noch ganz neue Ideen oder Ansatzpunkte. Um zwischendurch den Kopf frei zu bekommen, könnt ihr so etwas wie ein Bewegungsspiel einflechten.[2]

Spaziergang

Gerade wenn die Diskussion festgefahren ist hilft es manchmal, den Gruppenraum zu verlassen. Unternehmt in Kleingruppen einen Spaziergang (Zeitvorgabe beachten!). Diskutiert dabei in eurer Gruppe die vorher besprochene Fragestellung. Danach könnt ihr in der Großgruppe die Ergebnisse der Diskussionen während eures Spaziergangs besprechen.[2]

  1. 1,00 1,01 1,02 1,03 1,04 1,05 1,06 1,07 1,08 1,09 1,10 1,11 1,12 1,13 1,14 Rover Leitungshandbuch, Hrsg.: Bundesarbeitskreis Roverstufe, 2002, Neuss-Holzheim, ISBN: 3-927349-40-2, S.149ff.
  2. 2,0 2,1 2,2 rover.aktiv: Bundesleitung der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG), Bundesarbeitskreis Roverstufe. Georgsverlag, 2010. ISBN: 3-927349-87-9 und 978-3-927349-87-2. S. 12f.