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Roverinnen und Rover haben Leiterinnen und Leiter

Auf dieser Seite wird erklärt, warum es jetzt bewusst nur noch den Begriff „Roverleiter*in“ und nicht mehr den Begriff „Roverbegleiter*in“ gibt.

Bei der Festlegung des Stufenschwerpunkts „Roverinnen und Rover haben Leiterinnen und Leiter“ wurden verschiedene Eigenschaften von Roverleiter*innen definiert. Sie sind keine Voraussetzungen, um Roverleiter*in zu werden. Sie sind vielmehr positive Eigenschaften, die eine geeignete Basis schaffen und einen Mehrwert für die Leiter*innen und Rover*innen mit sich bringen. Wichtig ist, sie zu kennen und – ggf. auch im Laufe der Zeit als Roverleiter*in – zu erfahren. Das Dasein als Roverleiter*in ist ein stetiger Lernprozess.

Roverleiter*innen – Hauptsache authentisch

Rover*innen und ihre Leiter*innen begegnen sich auf Augenhöhe. Die Rollenverteilung zwischen Rover*innen und Leiter*innen sollte in diesem Fall allen bewusst und auch klar abgegrenzt sein. Das hilft beiden Seiten, auch wenn der Altersunterschied zwischen Rover*innen und ihren Leiter*innen nicht immer groß ist. Als Leiter*in ist es wichtig, authentisch zu sein – also glaubwürdig aufzutreten, zu handeln und sich nicht zu verstellen.

Eine Roverrunde ist im Regelfall sehr empfänglich für ein glaubwürdiges Auftreten. Das Miteinander zwischen Leiter*innen und Rover*innen funktioniert besonders dann gut, wenn der gegenseitige Respekt nicht „nur“ auf Höflichkeit basiert. Er sollte eher aus der Achtung der jeweiligen – beidseitig authentischen – Persönlichkeiten erwachsen.

Piktogramm zum Schwerpunkt Roverinnen und Rover haben Leiterinnen und Leiter

Roverleiter*innen motivieren und geben Rückhalt – Sicherheit geben

Eine in sich gefestigte Roverrunde funktioniert im Pfadfinderalltag typischerweise sehr gut. Sie hat meist wenige Probleme und kann diese meistern. Es fällt ihr leicht, sich selbst zu motivieren. Aus der Gruppe heraus kommt das nötige Selbstbewusstsein, Dinge ausprobieren zu wollen.

Runden, die sich noch nicht so lange kennen, brauchen mehr Sicherheit. Die Sicherheit ist notwendig, um ohne äußere Einflüsse die notwendigen verschiedenen Gruppenphasen durchlaufen zu können. Rover*innen brauchen das Gefühl und das Wissen, auch Fehler machen zu dürfen. Es ist wichtig, der Gruppe Rückhalt zu geben und sie zu motivieren, sich selbst auszuprobieren und Neues zu erleben. Das kann auch bedeuten, die Roverrunde gegenüber anderen Gruppen/Leiter*innen in Schutz zu nehmen.

Kantig sein und klare Grenzen aufzeigen (wenn es nötig ist)

Nach außen hin gilt: Roverleiter*innen geben ihren Runden den Rahmen, in dem sie sich ausprobieren können. Es wird ein „Roverschutzgebiet“ erschaffen. Trotzdem kann es passieren, dass man einzelnen Rover*innen oder der ganze Runde ihre Grenzen aufzeigen muss. Wenn es dazu kommt, ist es wichtig, bestimmt zu sein, auch wenn ansonsten ein eher freundschaftliches Verhältnis zwischen Roverleiter*innen und Rover*innen herrscht.

Es ist einfacher, zielführender und transparenter, mit klaren Grenzen umzugehen als mit unklar definierten Regeln. Hier ist es sehr hilfreich, sich regelmäßig selbst zu reflektieren und das eigene Handeln als Roverleiter*in zu hinterfragen.

Begleiter sein – wenn es passt

Der Verzicht auf das Wort „Roverbegleiter*in“ bedeutet nicht, dass man Rover*innen ständig strenge Vorgaben machen soll. In den Gruppenphasen einer Roverrunde ist es genauso notwendig, sich zurückzunehmen und nur zu beobachten. Ebenso ist es sinnvoll, eine gefestigte Roverrunde selbst agieren zu lassen. Damit gibt man den Rover*innen die Möglichkeit, sich selbst auszuprobieren und aus Erfolgen und Fehlern zu lernen.

Fazit: Roverleiter*innen lernen durch Erfahrung, wann sie Leiter*innen sein müssen und wann sie Begleiter*innen sein können.

Siehe auch:

Aufgaben als Roverleiter*innen

Spannungsfeld: Rover als Leiter


Autor*innen:

Jan Fligge